Sonntag, 1. März 2009

Bis nach Asakusa und noch vieeel weiter...

(Sonntag 1. März)

Irgendwie scheinen unsere Ausflugsziele, welche mit "A" beginnen, mit einem Regenfluch behaftet zu sein. Es regnete schließlich schon wieder, als wir heute nach Asakusa (gesprochen: "Asacksa") aufbrechen wollten und es regnete auch ab und zu, als wir in Asakusa herumliefen.

Die "MdT" vor dem Eingang zur Straße zum Sensō-ji, dem ältesten buddhistischen Tempel in Tokyo. Links und rechts des Eingangs halten zwei Wächterstatuen wache und in der Mitte hängt eine riesige Laterne.

Zuerst ging es zum Sensō-ji. Doch bevor wir die Haupthalle erreichen konnten mussten wir durch eine lange Straße, an deren Rand sich viele kleine Souvenir- und Ramschläden reihten. Auch die auf der Straße wuselten viele Japaner herum, die ihren Sonntag verbringen wollten.

Andenkenwahn: In diversen Geschäften wurden Fächer, Bilder, Glücksbringer, Ninjaausrüstung und auch Kitsch verkauft. Sogar echte Samuraischwerter standen zum Verkauf. Für den kleinen Hunger und Geldbeutel gab es auch kleine Snacksbuden. Ich probierte Fleischspießchen, Manjū, Amasake und sogar Takoyaki. Manjū sind kleine gebackene Teigbällchen, welche mit roter Bohnenpaste gefüllt sind (lecker und süß). Amasake ist sehr süßer Sake (heiß, süß und lecker). Takoyaki kann man grob als "Tintenfischbällchen" übersetzen. Die Dinger schmecken gar nicht so zäh und auch die Saugnäpfe sind nicht mehr haftend. Aber man kann damit gut den Appetit von Shu und Annika verderben. Hab auch ein kleines Foto geknipst. Das, was wie Holzspäne aussieht, sind Tintenfischraspel und schmecken sehr fischig.


Nachdem sich alle etwas Kleines zum Naschen gegönnt haben, liefen wir bis zur Haupthalle des Tempels. Dort angekommen haben die Japaner wieder kurz vor dem Altar gebetet und die Deutschen haben Fotos geknipst und ein Video gedreht.



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Vor der Haupthalle stand noch ein großes Eingangstor wo man unter einer riesigen Laterne durchlaufen musste. Außerdem konnte man sich an einem Sandbecken voller Räucherstäbchen einnebeln lassen, und somit etwas intelligenter werden (Wirksamkeit ist zu bezweifeln). Auch auf dem Gelände zu sehen waren wieder Riesenlatschen. Scheinbar hatte der große Buddha in Kamakura einen noch größeren Bruder, der gerade nicht da war.

Nachdem wir noch eine Weile die restliche Umgebung erkundet haben, knurrte uns auch schon wieder der Magen. Dieses Mal entschieden wir uns für Okonomiyaki. Diese Leckerei bereitet man sich selber an seinem Tisch zu. Dafür ist in der Mitte eine beheizte Platte eingelassen, auf der man dann die Gemüse-Teig Masse braten kann. Hier die Zubereitung:

Zuerst durchmischt man die Masse, welche man zuvor bestellt hat gut mit dem Löffel in der Schüssel durch.

Dann wird es auf die heiße Platte gegeben und von einer Seite angebraten. Dann mit einem Schwung umdrehen und fertig brutzeln lassen. Je nach Bedarf, kann man sein Stückchen auch mit diversen Saucen verfeinern.

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Dann nur noch in Stücke teilen, auf die Teller verteilen und genießen. Danach folgte noch eine tokyoter Variante, bei der man die Masse gleich von der Platte isst. Im Video die Masse mit den Shrimps oben drauf...
Nachdem wir fertig gegessen hatten liefen wir zum Wasser und fuhren mit dem Boot zum Hama-Rikyu Park. Auf den Weg dorthin erklärte eine Japanerin einige Sehenswürdigkeiten, an welchen wir vorbeifuhren. Leider auf Japanisch. Unter den Sehenswürdigkeiten war auch die "Fackel" und das Gebäude der Brauereifirma Asahi Bier. Das Gebäude soll an ein Bier mit Schaumkrone im Glas erinnern. Mit etwas Fantasie kann man es auch erkennen.

Im Hama-Rikyu Park konnte man gemütlich durch die Flora streifen, alte Häuser sehen, und einen Blick über die Tokyoter Bucht und die Rainbow Bridge werfen.



Grünzeug: Im Park gab es sogar ein kleines Rapsfeld, durch das man auf kleinen Wegen laufen konnte außerdem konnte man einen Baum sehen, welcher schon 300 Jahre auf der Rinde hatte. Er brauchte auch schon Krücken, um sich noch halten zu können. In der ferne sahen wir schon die Hochhäuser, welche die letzten Ausläufer des Ginza Bezirkes waren... Später liefen wir auch zwischen diesen Giganten hindurch. Fotos können gar nicht beschreiben, wie diese Wolkenkratzer auf einen Wirken. Daher ein Video.

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Zum Schluss machten wir noch einen Abstecher zu einer sehr "extravaganten" Uhr, welche von einem Berühmten Zeichentrick-Animationsstudio (Ghibli) entworfen wurde. Kreative Köpfe sind das...

Vor der riesigen Uhr wurde uns auch schon wieder klar, dass wir nach Hause mussten. Zumindest für Annika und mich. Shu und Nami gingen für 2 Tage in eine Gastfamilie (Homestay), und würden erst wieder abends am 2. März im Wohnheim sein.

Morgen ist ein wieder ein freier Tag und ich hab mir einige Dinge für die Uni vorgenommen, welche noch ausstehen. Daher ruht wieder der Blog für den 2. März.

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