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Samstag, 27. März 2010

Besuchertage

Zu allererst möchte ich mich für die ungewohnte Verzögerung meines neuesten Eintrages entschuldigen. In den letzten Tagen kam einiges an Besuch in die ostasiatische Metropole und daher war ich sehr beschäftigt gewesen.

Zum einen war da der Rektor meiner Heimatuni (MLU) Herr Prof. Dr. Diepenbrock, welcher zusammen mit einem Professor der Japanologie (Prof. Dr. Oberländer) einige Universitäten Tokyos besuchte. Neben Keio, Toudai und Waseda stand auch die Sophia auf der "zu besuchen" Liste.
Zur Zeit des Gasshukus bekam ich eine Mail von Stefan, dass ich zusammen mit einigen anderen Sophia-Studenten aus Halle zu einem kleinen Pläuschchen in einem kleinen Caffee mit Rektor und Professor am 10. März (Mi.) eingeladen wurde.
Da man selten so eine Chance hat, ging ich natürlich hin. Als ich an dem vereinbarten Ort nahe des Sophia-Campus ankam, traf ich auch schon auf Nami, Ian und Stefan und Florian. Nach einer kleinen Weile Wartens kam auch pünktlich der Gastgeber zusammen mit Professor und Anne.
Wir betraten das Caffee, redeten über Uni, Japanologie und Pläne und nach einer knappen Stunde trennten sich auch wieder die Wege. Aber nicht, ohne vorher noch ein Erinnerungsfoto zu schießen:

Die Meute des Tages. Das Foto wurde vom Kellner mit der Kamera von Stefan geknipst.
Zwei Tage später war für den Rektor die Keio-Uni an der Reihe.

Am 17. März (Mi.) kamen meine Eltern zu Besuch nach Japan, um den Sohnemann auch mal wieder live und nicht nur durch das Fenster eines Chatprogramms zu sehen. Dabei haben sie auch die Gelegenheit genutzt, sich zusammen mit mir die Stadt anzuschauen, in der ich mich so "rumtreibe".
In den 10 Tagen, welche sie hier verbracht haben, war ein straffes Programm angesetzt, bei dem wir an einigen Tagen oftmals mehrere Stunden auf den Beinen waren.

Ein kleines Gruppenbild aus dem Hamarikyu-Garten. Im Hintergrund kann man die Rainbowbridge im Dunst erkennen.

Es wurde unter anderem Orte wie Ueno, Shinjuku, Shibuya, Harajuku, Asakusa, Akihabara Odaiba und sogar meine Universität besucht. Gegessen wurden japanische Dinge wie Yakisoba, Yakitori, Curry, Sushi und auch Donburimono. Jeden Tag im Detail zu beschreiben möchte ich an dieser Stelle mal nicht machen.

Am 23. März (Di.) holte ich Josi, welche für ein Jahr an der Waseda-Uni studieren wird, vom Flughafen ab. Am Flughafen traf ich auch auf den eigentlichen Abholservice der Waseda (Yui und Yuuichi), welche uns, als alle angekommen waren, mit einem Expresszugticket in der Hand nach Shinyuku schickten, wo uns dort "irgendwo" weitere Leute der Waseda empfangen und zum Endpunkt Wohnheim begeleiten sollten. Da der Bahnhof in Shinjuku einer der größten ist, haben wir sie natürlich nicht gefunden und mussten daher selbstständig nach Takadanobaba fahren.
Das lief auch alles glatt, und man kam sicher im Wohnheim für Wasedastudenten an. Nachdem die kleine Einführungstour für die Neulinge vorbei war, machte ich mich auf den Nachhauseweg. Am Bahnhof in Takadanobaba erwarteten mich schon eine Menge unzufriedener Gesichter und hektische Bahnbeamten, welche pausenlos Durchsagen machten.
Zwei von drei Bahnlinien, welche ich für den Nachhauseweg brauchte, haben ihren Betrieb aufgrund von Stromproblemen eingestellt. So wurde aus einem normalerweise 45 minütigen ein 2,5 Stunden langer Weg.

Am 26. März (Fr.) mussten meine Eltern wieder abreisen und es ging gegen halb 9 zum Flughafen. Als alles eingecheckt war und man sich verabschiedet hatte ging es für mich wieder nach Hause. Es war eine schöne Zeit.


Soweit von mir.


Donnerstag, 19. Februar 2009

Bummeln, drehen und spielen in Odaiba

"Auf nach Odaiba", hieß es am heutigen Tag. Nach der mittlerweile zum Standard gewordenen Tour mit der Bahn errichten wir unseren Treffpunkt in Shinbachi, von dort es auch gleich überirdisch in einer vollautomatisch gesteuerten Bahn über die Rainbow Bridge ging (siehe Webcam am unteren Ende der Seite). Die Sonne schien, und brachte das Wasser in der Bucht von Tokyo zum funkeln.
Die "Meute des Tages" mit der Bucht von Tokyo und der Rainbow Bridge im Rücken.

Irgendwo falsch abgebogen? In der Nähe des Einkaufscenters "Dockss" fanden wir die geschrumpfte Version der Statue. Was die allerdings hier zu suchen hatte war mir schleierhaft. Im Hintergrund kann man die Rainbow Bridge sehen, welch sich über die Bucht spannt.

Als wir in Odaiba angekommen waren, wollten wir ersteinmal einige Souvenirs kaufen gehen. Leider erwiesen sich die Preise als sehr gesalzen, dass wir mit den Andenken lieber noch etwas auf eine "günstigere" Gelegenheit warteten. Statt dessen haben wir Mittag in einem Lokal gegessen, in dem man wie in einer japanischen Grundschule zu Mittag essen konnte.

Wie damals: In den Grundschulen wird das Mittagessen im Klassenzimmer gegessen. Während
des Essens können auch die Bänke zusammengeschoben werden, damit man nicht alleine essen muss. Gegessen wurde Boku-Curry, welches dank seiner Schärfe unsere Gesichter etwas rötete. Für mich gab es auch wieder ein paar Extraportionen, da nicht alle ihr Mahl geschafft haben.

Nachdem alle wieder glücklich und satt w
aren, ging es wieder zum Fernsehen. Dieses Mal kam Fuji TV dran, dessen Gebäude eine markante Kugel in seiner Architektur beherbergt.


Die Zentrale des japanischen Fernsehsenders Fuji TV hat eine riesige Kugel, in der eine Ausstellung ist, und aus der man eine wunderbare Aussicht über die Stadt bekommt. Überall im Gebäude kann man sich zu diversen Sendungen, welche bei Fuji TV, laufen informieren. Der kleine blaue Hund ist das Maskottchen des Senders.

Nachdem wir den Sender hinter uns gelassen haben ging es schnurstracks in Richtung des Riesenrades, welches sich in Palette Town* befindet.
* Unterhaltungs- und Einkaufsgebiet auf Odaiba



Rund und Bunt: Als Gruppe von 4 bis 6 Personen kostet eine Tour im Riesenrad 3000 Yen ** . Dafür kann man einen wundervollen Ausblick über den Hafen und die Bucht von Tokyo genießen, und die ankommenden Flugzeuge des nahegelegenen Flughafens landen sehen. Wer besonders mutig ist, der kann in eine vollständig durchsichtige Gondel steigen und auch den Blick nach unten genießen (wer sucht, kann sie im Bild finden). In den Gondeln gibt es Sitzheitzungen, damit man nicht fröstelt. Besonders toll sieht das Rad bei Nacht aus, weil es dann in allen Farben blinkt und schimmert.
** ca. 25 Euro

Für den letzten Punkt auf unserem Tagesplan ging es in ein Gamecenter, wo wir uns in einem Purikura-Fotoautomaten ablichten ließen und ein paar Spiele ausprobierten.

Trommeln und Tanzen: Ich probierte mich an den Taiko-Trommeln und Shu legte eine heiße Sohle bei "Dance Dance Revolution" aufs Parkett.

Erschöpft und mit trägen Beinen ging es dann auch schon wieder zurück ins Wohnheim.