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Sonntag, 19. Dezember 2010

Streifzug durch Tokyo

Einigen wird es vielleicht schon aufgefallen sein, dass meine Zahl an Blogeinträgen zurzeit unter das bisher gewohnte Limit von einem Beitrag pro Woche gesunken ist. Das liegt zum einen daran, dass ich zwar gerne etwas über japanbezogene Themen schreiben wollen würde, mir aber mittlerweile die eigenen Erfahrungen bzw. Materialien dazu fehlen, diesem Blog meinen Ansprüchen genügend, zu gestalten.

Da ich zu den Themen auch gerne selbst etwas über meine eigenen gemachten Erfahrungen schreiben möchte, wäre es im diesem Sinne einfach nur unangebracht, wenn ich alles nur aus dritter Hand recherchieren würde. Ich könnte zwar schon etwas über Kyoto oder den Fischmarkt in Tokyo berichten, aber da ich (leider) noch nie an einem dieser Orte war oder eigene Bilder gemacht habe, wären meine Quellen eben nicht aus erster Hand, und man könnte sie genauso gut woanders nachschlagen.

Deswegen fahre ich mit dem Betrieb solange etwas runter, bis ich auch wieder etwas spannendes über (oder in) Japan erfahren haben sollte, was ich auch selbst erlebt habe.


Beispielsweise das hier:

Durch Zufall stieß ich heute in Youtube auf den Videochannel von egauwauemon, welcher größtenteils selbstgemachte Stadtaufnahmen aus Japan auf seinen Channel geladen hat. Da diese Videos aus der Fußgänger-Perspektive und nur mit den originalen Straßengeräuschen aufgenommen wurden, fühlt man sich beim Betrachten dieser fast schon selber wie ein Passant, welcher gerade in Akihabara, Asakusa oder unter den Kirschblüten flanieren geht.

Speziell für mich boten sich viele Szenen vertraute Orte, an welchen ich schon einmal entlanggelaufen bin. Es fühlte sich schon fast so an, als sei ich wieder dort.

Wer also schon immer einmal die Atmosphäre einer tokyoter Fußgängerzone erleben wollte, der sollte unbedingt einmal in diesem Channel vorbeischauen (und dem Autor auch vielleicht auch ein kleines Kommentar schreiben). Diese Videos vermitteln wirklich eine spezielle Authentizität...


Für mich speziell sind einige Szenen pure Nostalgie.


Soweit von mir.


Donnerstag, 29. Juli 2010

Naschkatzen in Shibuya

Kaum haben die Ferien begonnen, schon stapeln sich bei mir die Berichte...

Zuerst habe ich einen unglaublich süßen Geheimtipp für alle Naschkatzen und -kater, welche gerne in Shibuya nach Herzenslust Süßkram schlemmen wollen. Eigentlich kam die Idee von Shu, welche am 27. Juli (Di.) für ihren Geburtstag mich und noch viele andere zum Nachfeiern ins "Sweets Paradise" in Shibuya eingeladen hatte. Gegen 18 Uhr traf sich also eine Gruppe von 10 Leuten vor der Polizeibox in Shibuya und machte sich zum besagten Ort auf.

Shu hat geladen und wir sind gekommen. Wir waren eine illustre Gruppe von neun Ausländern und einer Japanerin. Sechs von uns waren übrigens von der Halle-Uni.

Im Sweets Paradise hatten wir für eineinhalb Stunden ein "all-you-can-eat" Buffet und konnten demzufolge schlemmen, bis die Knöpfe platzten. Es gab neben herzhaften Sachen wie Pasta- und Reisgerichte auch allerlei Sorten Kuchen, Torten, Pudding, Soft- und Wassereis, Limo, Kakao, Obstsalate, Popkorn, Schokolade und vieles mehr.



Diese Leckereien hier sind nur ein Bruchteil des ganzen Buffets. Jedes Stück war so lecker, dass es mir schwer fällt einen Favoriten zu wählen, aber der Omuraisu (linkes Bild) und der Bananenkuchen kommen mit unter die ersten Plätze.

Nachdem die Zeit abgelaufen war, verließen wir mit einer leichten Zuckerüberdosis das Lokal und knipsten noch fix ein paar Purikura in einer nahegelegenen Spielhalle. Leider hatten wir einen Automaten erwischt, welcher einen (unfreiwillig) "verschönert". Daher sieht das Resultat etwas seltsam aus...

Achtung Glubschaugen!

Danach verabschiedeten sich alle vor dem Bahnhof und gingen wieder nach Hause. Für einige von uns war es das wahrscheinlich letzte Mal, dass wir uns in Japan getroffen haben. Dennoch sieht man sich ja irgendwann mal wieder oder hat zumindest die Kontaktdaten ausgetauscht.



Soweit von mir.


Samstag, 8. Mai 2010

Goldene Zeiten - Golden Week und deutsche Wurst

Leider habe ich nicht im Lotto gewonnen. Daher sind die Zeiten doch nicht so golden gewesen, wie es der Titel vermuten lässt. Jedoch waren die freien Tage am Anfang der Woche und der dazugehörige Sonnenschein mit 25°C mehr als goldig.

In der Zeit vom
29. April (Do.) bis 05. Mai (Mi.) konnte der durchschnittliche Japaner mit Hilfe von vier Feiertagen, einem Wochenende und einem Brückentag eine ganze Woche frei nehmen und herumreisen. Viele nutzen auch die Gelegenheit wieder in ihre ursprüngliche Heimat (jikka) zu fahren und zusammen mit der Familie zu sein. Da ca. 30% der Japaner in Tokyo leben, kann es zu den Rückreisezeiten zu kilometerlangen Staus auf den Straßen in Richtung Tokyo kommen, über welche dann auch die japanischen Medien berichten. Laut dem damaligen Verkehrsbericht von TV Asahi konnten einige der Staus (jûtai) für die "Rückreise-Rushhour" nach Toyko bis zu 45 Kilometer lang werden.

Die oben erwähnten Feiertage sind der Geburtstag des Shôwa-Tennô am 29. April, der Verfassungsgedenktag (
kenpô kinenbi) am 03. Mai, der Tag des Grünen (midori no hi) am 04. Mai, sowie der Kindertag (kodomo no hi) am 05. Mai. Ursprünglich war der Tag der Umwelt am 29. April; musste aber 2007 wegen dem Shôwa-Tennô umziehen und bekam gleich noch einen neuen Namen dazu.
Am interessantesten finde ich persönlich den Kindertag, welcher eigentlich nur für Jungen ist, und an welchem in einigen Gärten Karpfenfahnen (
koinobori) aufgehängt werden.

Die Koifahnen symbolisieren die Mitglieder der Familie. Von groß nach klein stehen sie für den Vater, die Mutter und dann die Kinder. Diese Familie hat also zwei Kinder.

Tja... Ich habe in meiner Freizeit größtenteils einen Husten auskuriert, welcher zurzeit im Wohnheim die Runde macht. Somit konnte ich nicht am Sonntag zum Strand in Chiba (Nami und Tina sind aber dahin; vielleicht kann man was in deren Blogs lesen). Das Wasser schien nach deutschen Zeugenaussagen aber schon etwas warm zu sein.

Am
Montag (03. Mai) habe ich mich etwas besser gefühlt und wollte mir mal den "Würstlmarkt" in Tokyo Midtown (Roppongi) ansehen. Ich wurde ursprünglich von einigen Leuten des Deutsch-Gasshuku eingeladen, hatte aber noch nicht richtig zusagen können. Spontan machte ich mich also dorthin auf und fand sie auch nach einigem Herumlaufen. Man kaufte sich überteuerte deutsche Spezereien und schwatzte bei 27°C in der Sonne. Ich habe mir leichten Sonnenbrand auf der Nase geholt.

Der Park in Tokyo Midtown mutierte spontan zu einer riesigen Picknickwiese, auf der sich die Japaner reihenweise Sonnenbrand holen konnten. Nicht auf dem Foto zu sehen ist eine Event-Fläche, auf der man verschiedene Rekorde brechen konnte und ein überfülltes "Bierzelt".

Bretzn und Würstl. Wie es sich für echte deutsche Importware gehört, musste man für ein paar Würstchen oder Bretzeln tief in die Tasche greifen. Für die in den beiden oberen Bildern dargestellten Spezereien musste man insgesamt 3400 Yen (ca. 30 Euro) bezahlen.

Die Meute des Tages. Im Hintergrund sieht man übrigens eine ca. 40 Meter lange Schlange von Bier und Wursthungrigen Japanern. Das Bier war schon am frühen Nachmittag ausverkauft gewesen, sodass man wohl notgedrungen auf Wein umsteigen musste.

Am
Samstag (08. Mai) war ein Treffen aller deutschen Studenten der Halle-Universität geplant, welche zurzeit an einer Universität in Tokyo studieren (Keio, Senshu, Sophia, oder Waseda). Insgesamt brachte es die Meute auf immerhin stattliche 12 Studenten, welche es sich in einem indischen Restaurant namens "Tom Boy 106" in Shibuya schmecken ließen.


Rundherum: Links die Meute des Tages im Kreis und rechts das Schild des indischen Restaurants.

Huhn und Curry: Es war schon im Voraus ein festgelegtes Menü bestellt worden und "nomi-houdai" (all you can trink) gab es auch. Das Essen war meiner Meinung nach typisch indisch. Also mit viel Curry und Schärfe.

Nachdem wir das Lokal wieder verlassen mussten, trennten sich wieder die Wege und einige machten sich noch zum Karaoke oder gingen bzw. fuhren wieder nach Hause.


Soweit von mir und meiner goldenen Woche.


Samstag, 1. Mai 2010

Im Osten nichts neues... fast nichts

Allzu viel gibt es von den Erlebnissen der vergangenen Woche nicht so viel zu erzählen. Ein bisschen erlebt wurde aber dennoch, was ich der interessierten Leserschaft mitteilen würde. Die uninteressierten können es auch machen.

Zum einen war am Abend des 24. April (Sa.) ein Treffen in Shibuya mit einigen Teilnehmern des Deutsch-Gasshukus, welches Anfang März in Toi auf Izu stattfand, geplant. Es sollte in ein italienisches Restaurant gehen. Bevor ich aufbrechen wollte hab ich noch von Shu, welche Nami im Wohnheim besucht hatte, die Videos vom Gasshuku im Februar 2009 bekommen. Die haben wir natürlich auch zu dritt gleich angeschaut.

Danach ging es zusammen mit Shu zum Treffpunkt in Shibuya.

Dieses Mal musste die Meute des Tages im Restaurant an zwei Tischen sitzen. Daher zwei Bilder. Auch wenn es so aussieht - es waren aber keine Zwillinge anwesend.

Salat und (Geburtstags-)Kuchen waren nicht die einzigen Speisen. Pasta und Co. waren nur leider etwas kamerascheu.

Nachdem wir wie die Mafia gespeist haben, rief man zum nijikai aus. Im Klartext wollte man das Trinken in eine andere Kneipe verlagern. Da es aber schon spät war, und ich wegen meines Sub-Manager-Jobs im Wohnheim vor Mitternacht wieder im selbigen sein musste, um die Küche zuzuschließen, verabschiedete ich micht von der Gruppe und fuhr wieder nach Hause. War dennoch ein netter Abend mit alten Gesichtern.

Tja... In der Woche war wieder Uni angesagt. Da mein Unterricht immer in der ersten und vierten Stunde ist, habe ich dazwischen immer etwas Zeit, um zu lernen und mit den anderen in der Mensa zu essen. Da ich ja neuerdings auch im Comiczirkel bin, kann man mich des öfteren nun auch im Zirkelzimmer finden. Je nachdem, wann man dort ist, kann man die unterschiedlichsten Leute dort vorfinden. Jedoch kann der Raum schon bei einer Mindestzahl von 7 Personen als "überfüllt" bezeichnet werden. Also sehr klein.
Genutzt wird der Raum hauptsächlich zum Schwatzen, Mangalesen (die haben da ein riesiges Regal), Zeichen und zum (Video-)Spiele spielen. Letzteres war aber erst wieder am Freitag (30. April) möglich, weil ja ein neuer Monitor angeschafft werden musste. Hab auch mitgedaddelt.


Soweit von meiner Woche.

Übrigens hat seit Donnerstag (29. April) die sogenannte "golden Week" angefangen. In dieser Zeit sind so viele Feiertage aneinander gereiht, dass man mit Wochenende und einem Brückentag eine ganze Woche frei haben kann. Aber mehr darüber vielleicht im nächsten Beitrag.


Samstag, 27. März 2010

Besuchertage

Zu allererst möchte ich mich für die ungewohnte Verzögerung meines neuesten Eintrages entschuldigen. In den letzten Tagen kam einiges an Besuch in die ostasiatische Metropole und daher war ich sehr beschäftigt gewesen.

Zum einen war da der Rektor meiner Heimatuni (MLU) Herr Prof. Dr. Diepenbrock, welcher zusammen mit einem Professor der Japanologie (Prof. Dr. Oberländer) einige Universitäten Tokyos besuchte. Neben Keio, Toudai und Waseda stand auch die Sophia auf der "zu besuchen" Liste.
Zur Zeit des Gasshukus bekam ich eine Mail von Stefan, dass ich zusammen mit einigen anderen Sophia-Studenten aus Halle zu einem kleinen Pläuschchen in einem kleinen Caffee mit Rektor und Professor am 10. März (Mi.) eingeladen wurde.
Da man selten so eine Chance hat, ging ich natürlich hin. Als ich an dem vereinbarten Ort nahe des Sophia-Campus ankam, traf ich auch schon auf Nami, Ian und Stefan und Florian. Nach einer kleinen Weile Wartens kam auch pünktlich der Gastgeber zusammen mit Professor und Anne.
Wir betraten das Caffee, redeten über Uni, Japanologie und Pläne und nach einer knappen Stunde trennten sich auch wieder die Wege. Aber nicht, ohne vorher noch ein Erinnerungsfoto zu schießen:

Die Meute des Tages. Das Foto wurde vom Kellner mit der Kamera von Stefan geknipst.
Zwei Tage später war für den Rektor die Keio-Uni an der Reihe.

Am 17. März (Mi.) kamen meine Eltern zu Besuch nach Japan, um den Sohnemann auch mal wieder live und nicht nur durch das Fenster eines Chatprogramms zu sehen. Dabei haben sie auch die Gelegenheit genutzt, sich zusammen mit mir die Stadt anzuschauen, in der ich mich so "rumtreibe".
In den 10 Tagen, welche sie hier verbracht haben, war ein straffes Programm angesetzt, bei dem wir an einigen Tagen oftmals mehrere Stunden auf den Beinen waren.

Ein kleines Gruppenbild aus dem Hamarikyu-Garten. Im Hintergrund kann man die Rainbowbridge im Dunst erkennen.

Es wurde unter anderem Orte wie Ueno, Shinjuku, Shibuya, Harajuku, Asakusa, Akihabara Odaiba und sogar meine Universität besucht. Gegessen wurden japanische Dinge wie Yakisoba, Yakitori, Curry, Sushi und auch Donburimono. Jeden Tag im Detail zu beschreiben möchte ich an dieser Stelle mal nicht machen.

Am 23. März (Di.) holte ich Josi, welche für ein Jahr an der Waseda-Uni studieren wird, vom Flughafen ab. Am Flughafen traf ich auch auf den eigentlichen Abholservice der Waseda (Yui und Yuuichi), welche uns, als alle angekommen waren, mit einem Expresszugticket in der Hand nach Shinyuku schickten, wo uns dort "irgendwo" weitere Leute der Waseda empfangen und zum Endpunkt Wohnheim begeleiten sollten. Da der Bahnhof in Shinjuku einer der größten ist, haben wir sie natürlich nicht gefunden und mussten daher selbstständig nach Takadanobaba fahren.
Das lief auch alles glatt, und man kam sicher im Wohnheim für Wasedastudenten an. Nachdem die kleine Einführungstour für die Neulinge vorbei war, machte ich mich auf den Nachhauseweg. Am Bahnhof in Takadanobaba erwarteten mich schon eine Menge unzufriedener Gesichter und hektische Bahnbeamten, welche pausenlos Durchsagen machten.
Zwei von drei Bahnlinien, welche ich für den Nachhauseweg brauchte, haben ihren Betrieb aufgrund von Stromproblemen eingestellt. So wurde aus einem normalerweise 45 minütigen ein 2,5 Stunden langer Weg.

Am 26. März (Fr.) mussten meine Eltern wieder abreisen und es ging gegen halb 9 zum Flughafen. Als alles eingecheckt war und man sich verabschiedet hatte ging es für mich wieder nach Hause. Es war eine schöne Zeit.


Soweit von mir.


Samstag, 2. Januar 2010

Gut gerutscht - Jahreswechsel in Japan

Neues Jahr - alter Blog. Es kommt mir bei diesem Eintrag vor, als ob ich über eine Woche schreiben würde. Aber es sind nur drei Tage, an denen aber 'ne Menge gemacht wurde. Es wird eine Menge an Lesestoff werden, mit dem ich wahrscheinlich die folgenden, ereignislosen Tage kompensieren werde.

Nun denn...

Der 31. Dezember (Do.); also der letzte Tag des Jahres wird in Japan O-misoka genannt. Weil Leon und ich in unseren allabendlichen Tischtennisspielen den Tischtennisballvorrat im DK Warabi pulverisiert haben, entschieden wir uns an diesem Tag ein paar Ersatzbälle zu besorgen. Aber da uns der "Supermarkt umme Ecke" zu langweilig war, verknüpften wir unsere Pflicht mit einer Tour nach Shibuya. Einerseits, weil wir dank Monatsticket etwas sparen konnten, und andererseits, weil Leon noch nie dagewesen war.

Wir fuhren also mit der Keihin-Tohoku- und der Saikyo-Linie zum besagten Ort und haben uns erst einmal in einem Musikladen aufgetaut (es war bewölkt und kalt). Als sich die Sonne und der Hunger zeigten, entschieden wir uns nach einem günstigen Lokal zu suchen. Da wir aber bei sporadischer Suche keinen Laden finden konnte, welcher Fleischloses für billig Geld verkaufte (Leon ist Vegetarier; ich muss sparen), entschieden wir uns kurzerhand für Reisbällchen und Sushi aus dem Convenient-Store. Das Essen verspeisten wir nach erfolglosem Sitzgelegenheiten-Suchen auf einer Mauer sitzend am Straßenrand in der Nähe des Yoyogi-Parks. Nebenbei knipsten wir auch ein paar Bilder



"Auf der Mauer, auf der Lauer." Da man wahrscheinlich alle Bänke in Shinjuku und Harajuku entfernt zu haben schien, haben wir es uns auf einer Mauer im Sonnenschein bequem gemacht. Dank unserer Größe (Leon: 193cm; ich: 192cm) konnten wir sie auch recht einfach erklimmen. Sehr zum Erstaunen einiger Passanten.

Nachdem wir gesättigt waren, besuchten wir den Yoyogi-Park, welchen ich mir auch schon im Februar mit einigen Freunden angesehen habe.


Innerhalb des Parks wimmelte es nur so von Raben. Anscheinend schienen sie dort ihr Hauptquartier zu haben. Neben dem schwarzen Federvieh flanierten auch eine Menge Besucher auf den Wegen, welche die Sonnenstrahlen, den Springbrunnen und das "zwitschern" der Raben genossen.

Körperlich und seelisch gestärkt machten wir uns nach dem Parkbesuch auf die Suche nach einem Geschäft, welches Tischtennisbälle verkaufte. Da wir nicht genau wussten, wo das nächstbeste Örtchen dafür zu finden war, gingen wir in die Takeshita-Dori (auch ein altbekannter Ort für mich). Und dort fanden wir auch in einem Laden Bälle und ein japanisches Kartenspiel mit dem Namen "Hanafuda", welches ich so gerne spiele. Danach wollte ich noch Leon einen kleinen Schrein zeigen, welchen ich damals mit Nami und Shu zufälligerweise entdeckt haben.

Das ist die Takeshita-Dori, wie man sie im Februar sehen konnte. Ich habe leider kein aktuelles Bild geknipst, aber bis auf die unterschiedliche Ballon-Figur und dem schlechten Wetter sah sie noch genau so aus.

Am besagten Schrein angekommen hatten wir das Glück an einer rituellen Reinigung des Schreingeländes beizuwohnen, welche zum Jahresende an allen Shintoschreinen durchgeführt wird. Ich habe aber aus Respekt keine Fotos geschossen.

Auch ein altes Bild. Bei der Zeremonie waren an die zehn Priester, zwei Schreinjungfrauen und noch ein paar Gehilfen beteiligt. Die Zuschauer wurden bei der Gelegenheit ebenfalls rituell gereinigt. Am interessantesten fand ich das Ritual, bei dem man sich das Böse mit einem Stück Papier von sich abwischen musste. Da wir keine Shintoisten sind haben wir uns aber nicht abgeputzt.

Danach ging es wieder ins Wohnheim in dem ich am Abend zusammen mit Leon, Nami, Alisa [Rus.], sowie mit Tina und Freunden in das neue Jahr feiern wollte.
Zum Abend haben wir uns also in der Lounge versammelt und schauten bis kurz vor Mitternacht eine der berühmtesten Fernsehsendung in Japan. Diese hieß "Kouhaku Uta Gassen", in welcher das rote Team (berühmte weibliche Sänger) gegen das weiße Team (berühmte männliche Sänger) antritt und am Ende der Show (nach 5 Stunden) der Sieger gewählt wird. An diesem Abend waren die Männer die Sieger. Beim Anschauen fühle es sich fast so an wie der Eurovision Song Contest. Nur, dass es nicht so viele Parteien gab. Bei der Abstimmung konnten wir sogar per Fernbedienung mitwählen.

Als es Mitternacht schlug, sahen wir im Fernsehen, wie unendlich viele Menschen an einem Tempel in der Nähe des Tokyo Towers unendlich viele Ballons in den Nachthimmel entließen. Im Gegensatz zu meinem heimatlichen Neujahrsbrauch wird in Japan aber kein Feuerwerk gezündet. Nicht ein einziger Mensch ließ es knallen. Irgendwie schön und schade zugleicht. Kein Rauch, Lärm oder Müll.

Wir stießen noch auf das neue Jahr an und schauten noch etwas Fernsehen, bis einer nach dem anderen ins Bett ging.

Am ersten Januar (Fr.) wollten wir (Leon, Tina, Alisa und ich) es den Japanern gleichtun und den ersten Schreinbesuch des Jahres (Hatsumoude) zum japanischen Neujahr (Shougatsu) zelebrieren. Da der Meiji-Schrein aber allen Anschein überlaufen war, entschieden wir uns zum Schein und zum Tempel in Warabi zu laufen.

Als erstes gingen wir zum Tempel, welchen ich zu meiner Schande auch schon mal etwas früher besucht haben könnte. Dort war es noch nicht so voll. Eher schon idyllisch.

Neujahr am Tempel. Kaum eine Menschenseele war auf dem Tempelgelände zu sehen.

Da der Schrein nicht so weit vom Tempel entfernt war, machten wir auch einen Abstecher dorthin. Aber im Gegensatz zu dem buddhistischen Gegenpart waren hier wesentlich mehr Leute anwesend, welche eine Riesenschlange bildeten (ca. 80 bis 100 Meter) um am Schrein für ein gutes Jahr zu beten. Auf dem Scheingelände konnte man sich auch an einigen Läden Glücksbringer, Essen und sogar Videospiel kaufen. Fast schon wie Flohmarkt.



Eine Menge Leute besuchten den Schrein, auf dessen Gelände man allerhand Dinge erstehen konnte. Unten links sieht man den Wunschhelfer Daruma, dessen rechte Pupille man ausmalen soll, wenn man einen Wunsch hat. Ist der Wunsch erfüllt, kann man auch die zweite Pupille ausmalen. Im Bild daneben sieht man das Okonomiyaki, welches ich mir gegönnt habe, und was himmlisch geschmeckt hat (auch wenn's nicht so aussieht).

Danch machten wir uns wieder auf dem Nachhauseweg, und ließen den ersten Tag des Jahres ruhig und gemütlich ausklingen, indem wir in der Lounge eine sehr bekannte Fernsehserie namens "Sasuke" schauten. In dieser Spielshow versuchen die Teilnehmer einen sehr kräftezehrenden Hindernislauf zu bewältigen, welchen man angeblich nur mit Ninjakräften bewältigen kann. Hier ein Zusammenschnitt des Gewinners von 2006 (welcher aber auch 2010 teilnahm):


Das schlaucht schon beim Zusehen. Dieser fitte Herr mit dem Namen Makoto Nagano, schaffte den Parcour im Jahre 2006. 2010 rutschte er schon in der ersten Runde versehentlich aus, und musste ausscheiden. Aber nächstes Jahr gibt es auch eine neue Chance.

Danach ging es ins Bett.

Am 02. Januar (Sa.) war nichts spannendes passiert. Am Abend gab es wieder ein besonderes Programm im TV zu sehen. Es war ein Kabukistück, welches man zu Neujahr spielt. Somit haben wir auch etwas Kultur zu sehen bekommen. Hier ist etwas Kabuki (Werbefilm für ein Kabukispiel im Kino) für alle, welche es noch nicht kennen sollten:


Die Flöten, Trommeln und verzerrten Gesichter sind das Hauptmerkmal von Kabuki. Streng eingehaltenene Choreografien und schrille Töne gehören auch dazu.

Ab dem 03. Januar (So.) beginnen meine Vorbereitungen für die Uni, welche am 05. wieder weitergeht. Große Pläne sind also an den letzten Tagen der Winterferien nicht gesteckt. Demzufolge auch leider keine nennenswerten Einträge.


Soweit von mir.


Übrigens ist im japanischen Horoskop das Jahr 2010 das Jahr des Tigers. Das merkt man spätestens daran, dass die japanischen Neujahrskarten oftmals mit Tigermotiven bedruckt werden.


Sonntag, 15. November 2009

Geburtstag in Shibuya - Blau im doppelten Sinne

Das Hauptevent am Wochenende war für mich am 14. November (Sa.). An diesem Tag war ein gemeinsames Essengehen mit einigen Leuten vom damaligen Gasshuku im Februar (Kaisei, Ryoichi, Ryota, Mio und Makiko), sowie Shu und Annika geplant. Der Anlass für das Essen waren die Geburtstage von Kaisei, Ryoichi und Yasu, wobei Letzterer spontan abgesagt zu haben schien und daher nicht kommen konnte.

Die Meute des Tages (v.l.n.r.) Kaisei, Makiko, Ryota, Ryoichi, Shu, Annika, Ich (und Mio an der Kamera).

Der Treffpunkt war der Hachiko-Ausgang des Shibuya-Bahnhofs, an dem auch alle bis auf Kaisei rechtzeitig angekommen waren. Wir beschlossen schon zum Restaurant vor zu gehen und dort weiter zu warten. Die Lokalität schien sich auf indisch-japanische Gerichte spezialisiert zu haben, welche alle eine gewisse Schärfe besaßen. Besonders fies war ein Currygericht in dem eine kleine aber gemeine rote Chilischote gefunden wurde.



Bedauerlicherweise haben wir es versäumt das Essen zu knipsen, bevor wir es gegessen haben. Daher sieht man nur noch die leeren Teller. Es war sehr lecker. Es gab unter anderem Curry, etwas ähnliches wie Ragout und ein Tunfischsteak mit Avocado.

Nach einer Weile kam auch Kaisei dazu, und es konnte der Kuchen serviert werden. Dieser war wieder mit dieser zuckersüßen Sahne ummantelt und mit leckeren Früchten und kleinen Windbeuteln (!) belegt. Dann wurden auch die Geschenke verteilt. Annika, Shu und ich sangen ein deutsches Geburtstagslied (
"Wie schön dass du geboren bist") und gaben den zwei Geburtstagskindern anschließend den Text. Schließlich lernen sie auch Deutsch. Und da sollte man auch ein paar Lieder kennen.

Die Sahnebombe schlechthin. Sahne, Sahne und Früche ohne Ende. Für den vollen "Augenschmaus" bitte klicken und in voller Größe betrachten. Die Namen der Geburtstagskinder stehen auf dem Teller geschrieben. Ironischerweise ist der Name von dem (abwesenden) Yasu von einem Sahnestück verdeckt.

Nachdem wir fertiggegessen haben zogen wir noch in eine (anscheinend chinesische) Kneipe, in der man für einen Festbetrag soviel trinken konnte, wie man wollte. Auch nicht alkoholische Getränke. Bei mir waren es an die 2 Liter bestehend aus Cola, Orangensaft, Gingerale und Calpis Soda, welche sich zu meinem Leidwesen auf dem Nachhauseweg bemerkbar gemacht haben. Zu den Getränken konnte man sich auch noch kleine Snacks aus der Karte bestellen. Da ich die frittierten Seidenraupenkokkons und Skorpione lieber für einen anderen Tag (oder garniemals) aufheben wollte, habe mir aus Neugier heraus Edamame bestellt. Edamame sind grüne Sojabohnen, welche in der Hülse serviert werden. Pro Hülse sind 2 bis 3 Bohnen enthalten, welche man aus ihrem Mantel herausdrücken muss.

Normalerweise zu Bier gegessen schmecken die glänzenden grünen Böhnchen auch einfach so sehr lecker. Sie gehören in Kneipen zu den japanischen Standardsnacks. Muss mal schauen, ob es die auch irgendwo zu kaufen gibt.

Nachdem man getrunken und sich unterhalten hatte, ging es fröhlich durch die Menschenmengen zum Bahnhof in Shibuya zurück. Von dort aus haben wir uns alle voneinander verabschiedet und spurteten eilig zu unseren (fast) letzten Zügen, welche an diesem Tag noch fuhren. Denn nach Mitternacht läuft dann beinahe gar nichts mehr, was zu einem Andrang auf die letzten Züge des Tages durch die Menschenmengen führt. Eine spontane Rushour entsteht. Gegen Mitternacht war ich wieder im Wohnheim, und fiel müde und satt ins Bett.

Übrigens war auch für den Tokyo Tower ein besonderer Tag. Aufgrund des internationalen Diabetikertags (sowas gibt's wirklich), wurde dieser und auch einige andere Gebäude in der Welt blau beleuchtet. Leider war ich zum Fotografieren nicht direkt in der Nähe, aber ich habe eine Webcamaufnahme (Zeitraffer) und ein Bild bei Wikipedia (leider von 2007) gefunden.





Normalerweise sieht der Tokyo Tower bei Nacht wie im rechten Bild aus, aber aufgrund des besonderen Anlasses hat er einen Tag mal Blau gemacht.

Wenn es dunkel wird, sieht man einen länglichen, orangeroten Turm im Video, welcher dann schnell blau wird. Das ist der Tokyo Tower. Etwas weiter im Vordergrund kann man die Rainbow Bridge erkennen, deren Pfeiler zeitgleich mit dem Tokyo Tower die Farbe wechseln. Wer wissen will, wie es gerade in Tokyo aussieht, der kann die Webcam-Bilder auf dieser Seite sehen.


Soweit von mir.


Noch ein paar Bemerkungen zum Schluss. Nächste Woche wird wahrscheinlich so spannend wie wachsendes Gras. Es stehen die (grob übersetzt:) Halbzeit-Prüfungen an. Daher wird es wahrscheinlich keine großartigen Einträge geben. Aber vielleicht einen kleinen.

Samstag, 14. März 2009

Das war's. Der letzte Tag.

(Donnerstag 12. Februar)

Den letzten Tag verbrachten wir - trotz Sonnenschein - größtenteils karaokesingend in einer Karaokebar in Yokohama. Die lag zwar etwas abgelegen von der großen Hauptstraße und war dementsprechen nicht sooo modern eingerichtet. Dennoch hatten wir eine Menge Spaß beim Singen und Versingen.

Mit dabei war - neben Momoko, Maki, Toru und den obligatorischen vier Deutschen - auch ein neues Gesicht: Keiko. Sie studiert gerade in Deutschland, und ist sozusagen auf "Kurzurlaub" in Japan. Dementsprechen konnte sie auch sehr gut auf deutsch Sprechen

Neben dem Karaoke ging es wieder in ein Game-Center in dem wir uns wieder in einem der unendlich viele Purikura-Automaten ablichten ließen. Auch ein kleines Spielchen an einer der Automaten liessen wir uns nicht entgehen.

Mit heißeren Stimmen machten wir uns in Richtung Shibuya auf. Shu wollte zusammen mit Nami zum tokyoter Bahnhof fahren, um dort einen Beutel abzuholen, den sie nach dem Gasshuku im Zug liegengelassen hat. Nur war der Bahnhof so riesig, dass er zwei von den sogenannten "Missing Points" besaß. Shu und Nami liefen natürlich zu dem anderen und mussten sich dann umständlich zum anderen durchfragen. Die Bahnhöfe haben ja auch ein riesiges Ausmaß in Japan.

Während Nami und Shu im tokyoter Bahnhof herumirrten, war ich mit Annika ein letztes Mal nach Shibuya gefahren. Dort wollte ich in einem internationalen Book Off (Second Hand Laden für Bücher, DVDs und Spiele) das Buch verkaufen, welches ich zur Vorbereitung für den TOEFL Test gekauft habe und es nun nicht mehr brauchte.
Nun eine WARNUNG an alle, die auch etwas in einem Book Off verkaufen wollen: MACHT ES NICHT!!! Das Buch kostete im Laden 4400 Yen. Als ich das Buch verscherbelt habe, bekam ich 30 Yen und einen Gutschein über 50 Yen! Es lohnt sich nicht!
Ansonsten ist der Laden recht gut für einen Einkauf geeignet. Die meisten Sachen kosten dort durchschnittlich 2000 bis 3000 Yen weniger. Wenn man nun eins und eins zusammenzählt, kann man sich deren Reibach vorstellen.

Leicht gefrustet aßen wir noch ein Crepe in der Takeshita Dori und machten uns dann nach Hause zum Kofferpacken und Verabschieden.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Bis die Füße brannten - Harajuku

(Mittwoch 18. Februar)

Heute ging es wieder nach Shibuya. Aber dieses Mal in der Begleitung von "unseren Japanern", welche sich weitaus souveräner durch die Straßen des Stadtteils schlängelten als wir vor 2 Tagen. Als wir eine kleine Weile durch die üblicherweise vollen Straßen gelaufen waren, kamen wir in der Nähe des Rundfunksenders NHK (Nihon Housou Kyoukai*) heraus. Und da wir spontan nichts besseres zu tun hatten, haben wir den "Station Park" des Senders besucht.
* japanische Rundfunkgesellschaft

Oben: Die Eintrittskarte für den Station Park des NHK. Im Grunde ist das sowas wie eine Ausstellung rund ums (NHK-)Fernsehen. Es wurde gezeigt, wie Nachrichten gemacht werden. Wie NHK seine Programme ausstrahlt (HDTV) und noch ein paar geschichtliche Fakten (NHK war beim Mauerfall in Deutschland dabei).
Unten sind zwei der Gebäude zu sehen, welche zum NHK dazugehören und daneben sieht man die Empfangshalle, wo manvon einem Kameramann gefilmt wurde und man sich dann auf der Mattscheibe bestaunen konnte.



Spontanerweise machte ich auch bei den Nachrichten mit... aber seht am besten selber:


Danach ging unser Grüppchen in den nahegelegenen Yoyogi-Park. Dort war es im Vergleich zum Lärm und der Enge im Zentrum von Shibuya idyllisch, ruhig und sehr weitläufig.

Ein riesiges Parkgelände erstreckte sich vor uns, als wir den Yoyogi-Park betraten. Die Bäume waren größtenteils noch alle kahl und man hörte mehr das Rufen der Raben, als der Singvögel, aber dennoch wirkte dir Umgebung sehr angenehm. Im Park stand eine kleine Gruppe von Pflaumenbäumen, welche in rosafarbenen Blüten blühten.

Die "Meute des Tages" vor den Pflaumenblüten im Yoyogi-Park geknipst.


Als wir eine Runde im Park gedreht haben, gingen wir in einem kleinen Lokal Ramen** gegessen. Das war bisher das leckerste, was die japanische Küche zu bieten hatte! Soll jetzt aber nicht heißen, dass das andere Essen nicht schmeckt. Das Beste beim Essen von Nudelgerichten ist das Schlürfen. Es wird nicht nur toleriert, sondern ist auch ein geschlabbertes Lob an den Koch.
** japanische Nudelsuppe mit vielen leckeren Sachen drin. Werden mit Stäbchen gegessen, daher eine kleine Herausforderung.

Nach dem Essen soll man bekanntlich ruhen oder tausend schritte tun. Doch obwohl nun einige jetzt "MÜDE" statt "HUNGER" riefen, gingen wir zum Meiji-Jingu***. In diesem Schrein wohnen die Kami des damaligen japanischen Kaisers und seiner Familie aus der Meiji-Epoche****.
*** Jingu = Shintoschrein
**** Meiji Ära: 1868 bis 1912


Oben: Der Eingang des Tempels wird von einem großen, hölzernen Tor markiert. Doch bevor man hindurchschreitet, muss man seine Hände mit Wasser waschen. Da die Temperaturen nun nicht mehr so kuschelig waren sind einem fast die Hände abgefroren. Und kein Handtuch in Sichtweite.
Unten Links: Vor dem Tempel stehen Sake-Fässer*****, welche dem Schrein gespendet worden.
Unten Rechts: Im Tempel kann jeder für etwas Geld ein kleines Holzbrettchen nehmen und seine Wünsche daraufschreiben. Diese werden dan aufgehangen. Man kann dutzeden Sprachen finden, aber größtenteils wünschen sich alle Glück, Gesundheit für sich und die Familie. Ein besonderer Wunsch war eine beheitzte Klobrille.
***** Sake ist japanischer Reiswein


Im Schrein konnte man etwas Geld in den Oferstock werfen und sein kleines Gebet sprechen. Doch man muss aufpassen, dass man die Reihenfolge und die Häufigkeit des Klatschens und Verbeugens beachtet. Zweimal Klatschen (Hände danach zusdammen lassen) - zweimal Verbeugen - Beten und noch eimal klatschen. Kleine Abweichungen in der Prozedur hab ich dennoch bei dem ein oder anderern gesehen.

Nach dem Schreinbesuch im großen Gelände ging es wieder in das Getümmel von Harayuku und der Takeshita Dori. Es gelüstete uns wieder nach einem Crepe.

Als auch das verdrückt worden war ging es wieder zum Wohnheim zurück. Da ich für Heute gleich fertig sein werde mit dem Schreiben des Blogs, werde ich mir ne Nudelsuppe aus dem Becher zum Abendbrot gönnen und mit den anderen Hanafuda******.
****** Hanafuda ist ein Kartenspiel aus Japan, dessen Karten stilisierte Blütenmotive zieren.