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Sonntag, 30. Mai 2010

Wie soll ich es sagen...

...die Woche war so spannend wie wachsendes Gras.

An sich war bis auf Unterrichts- und Zirkelbesuche nichts großartig Spannendes in dieser Woche passiert. Wohlgemerkt: In der Woche.

Am Wochenende wollte ich jedoch etwas Würze in meinen tristen Alltag bringen und ging am 28. Mai (Sa.) mit Susi zu einer Aufführung der Theatergruppe der Sophia, den wir aufgrund von Freikarten (freundlicherweise von Susis Comiczirkelfreundin Sheri gesponsert) kostenlos anschauen durften.

Los ging es 17.00 Uhr vom Wohnheim und dann mit der Bahn zum Campus. Auf dem Weg dorthin trafen wir in der Bahn auf einen waschechten Sumoringer, welcher uns direkt gegenüber saß und gleich drei Sitzplätze auf einmal in Anspruch nahm. Aber nicht nur seine Breite, sondern auch seine Länge schien der eines durchschnittlichen Japaners bei weitem zu überschreiten. Ich habe ihn zwar nicht stehend gesehen, aber er war schon beim Sitzen um einen Kopf größer als ich. Leider hat der gute so grimmig geschaut und geschnauft, dass ich mir nicht die Dreistigkeit erlaubt habe ein Foto von ihm zu schießen. Wäre aber auch sehr unhöflich gewesen, denk ich mal.

Gegen 18:00 Uhr angekommen gingen wir zum Theaterraum, in dem es unglaublich stickig und rauchig war. Scheinbar hatten die Leute vorher noch einmal kräftig die Nebelmaschine angeworfen. Bloß nicht zu tief einatmend begaben wir uns auf ein paar freie Plätze im hinteren Teil des Raums und warteten bis die Aufführung begann. Dabei habe ich noch fix zwei Fotos geknipst, bevor allen Zuschauern gesagt wurde, dass man sowas nicht machen soll.

Etwas benebelt schauen wir schon daher, aber das konnte man auch aufgrund der Luftqualität im Raum nicht verbergen. Die Ansage für "Keine Fotos schießen", "Handys aus", etc. wurde komischerweise sowohl auf Japanisch, als auch auf (gebrochenem) Deutsch vorgesagt. Warum Deutsch, wenn alle Teilnehmer und auch das Stück Japanisch war?!

Das Stück war an sich recht interessant inszeniert, auch wenn ich wegen der schnellen Alltagsprache mehr interpretiert als tatsächlich verstanden habe. Das Stück handelte von Idolen und Managern, Engeln, Teufeln, Drogen und Liebe und Mord aus Liebe. Soweit so gut.

Nach dem Theaterstück ging es wieder nach Hause.

Derzeit finden gerade wieder die Halbjahresprüfungen statt und ich habe schon am 27. Mai (Fr.) einen Test geschrieben (Kanji, Wortschatz, Aufsatz). Am nächsten Montag (30. Mai) gibt es dann noch Vokabeln, Grammatik und Lesetext. Daher wird noch fleißig gebüffelt.


Soweit von mir.


Samstag, 15. Mai 2010

Gemalt und Gelaufen - Zirkel und Schrein

Beinahe wäre dieser Eintrag recht kurz geworden, wenn ich nicht noch am Samstag etwas erlebt hätte, das etwas mehr Erzählstoff und Bilder geliefert hätte.

Zuerst einmal begann in dieser Woche meine Erhebung unter den japanischen Studenten der Sophia-Uni. Für alle, die es noch nicht wissen: Es gibt eine kleine Umfrage über Zeitmanagement und Zeitempfinden der Studenten meiner japanischen Uni, welche - ganz im Sinne meiner beiden Studienfächer Soziologie und Japanologie - beide meiner Fächer kombiniert. Nun bin ich fleißig dabei Japaner zu finden, welche sich dazu bereit erklären an der kleinen Befragung auf Papier mitzumachen. Fürs erste habe ich im Comic-Zirkel herumgefragt und es haben sich schon viele Leute gemeldet. Mal sehen, wie es weitergeht...

Und wenn man schon beim Comiczirkel ist: Am Freitag (14. Mai) gab es nach dem obligatorischen Treffen für alle Mitglieder zwei kleine Hefte, welche jeweils selbstgemachte Selbstvorstellungen von den Neulingen und den älteren Mitgliedern enthalten. Somit konnte man sich mal einen Einblick in die künstlerischen Fertigkeiten der Leute im Zirkel machen. Während der letzten Stunde gab es dann noch kleine Zeichenübungen im schnellen Portraitzeichnen.

In einem Jahr werden im Zirkel drei sogenannte "Uumus" und zwei "Fuumus" erstellt. Im Gegensatz zu den Uumus werden die Fuumus von einem Verlag sowohl gedruckt, als auch eingebunden und dann vielleicht auch auf der "Comiket" in Tokyo (Comic Market auf Odaiba; stark besucht) von den Zirkelleuten verkauft.

Nun wäre der Beitrag schon vorbei gewesen, aber ich bin am Samstag (15. Mai) dem Vorschlag von Susi gefolgt, und besuchte mit ihr und ein paar anderen Deutschen einen der bekannten Schreine in Saitama; den Hikawa-Schrein in Kita-Omiya.

Die Meute des Tages vor einem Toori. Leider war die Linse schmutzig und wir waren etwas zu weit von ihr entfernt. Aber man kann uns vielleicht erahnen. In Kita-Urawa war zu damaliger Zeit kaum eine Menschenseele auf der sonnenbeschienenen Straße. Da lieferte so eine Truppe schon irgendwie einen seltsamen Anblick.

Es ging erst durch einen kleinen Park, bevor es zum Schreingelände ging. Am Schrein angekommen wurden sofort die Kameras gezückt und fleißig der Schrein mit seiner schönen Umgebung geknipst.



Innerhalb des Parks liegt das Schreingelände mit einem schönen roten Eingang und einer wunderbaren Natur. Weiterhin gibt es viele Seen mit Schildkröten und Fischen darin. Tauben und Raben gab es auch viel, sind aber nicht so spannend. Wer etwas über den Schrein und seine Geschichte lesen will, der kann es hier machen.



Auf einem nahegelegenen Parkplatz weihte gerade ein Priester ein Auto und seine Fahrer, damit ihnen auf ihren nächsten Ausflügen kein Unheil geschieht. Das Böse wird mit Hilfe des sogenannten "o-nusa" - einer art Staubwedel - weggewedelt.

Nachdem wir mit dem Schrein fertig waren, ging es noch in einen kleinen japanischen Garten und in einen noch kleineren (aber kostenlosen) Zoo.



Meine persönlichen Highlights des Zoos waren die Totenkopfäffchen und die drei japanischen Kraniche, welche in freier Wildbahn nur noch auf Hokkaido leben. Zwei der Kraniche haben, wie auch die Diamant-Tauben, im Rausch der Frühlingsgefühle gebalzt und gebrütet.

Als wir uns reichlich die Affen, Vögel, Bären und Katzen betrachtet haben, verließen wir auch wieder den Omya-Park, in dem sich nun sehr viele Familien angesammelt haben, um ihren freien Tag zusammen zu verbringen. Einige von uns gingen Mittagessen, andere wollten noch Shoppen oder einfach wieder nach Hause gehen.


War sehr schön.


Freitag, 9. April 2010

Blüten gesichtet und Zirkel besucht

In dieser Woche stand fast alles im Zeichen der Kirschblüte und der Freshmanweek in der Sophia.

Am 03. April (Sa.) hat für man die Neuankömmlinge im DK Warabi (immerhin 50 Leute) ein Hanami unter den Bäumen hinter dem Wohnheim geplant. Diejenigen, welche schon etwas länger im Wohnheim waren, organisierten ebenfalls ein Zusammensein unter den Blüten und bereiteten eine Menge an Essen vor. Ich gesellte mich zur zweiten Gruppe und besorgte die alkoholfreien Getränke.

Die drei wichtigsten Bestandteile des Hanami: Blüten, Buffet und Bekannte. In Gesellschaft unter den Bäumen etwas zu essen macht eine menge Spaß. Es wurde viel geredet, gegessen und gealbert.

Das Wetter spielte an dem Tag auch einigermaßen mit, sodass wir bis zum Abend draußen sitzenbleiben konnten. Als es gegen 18 Uhr aber mit Regnen anfing, machten sich alle ins Wohnheim und ließen den Abend in der Lounge ausklingen.

Kirschblüten scheinen je nach Tageszeit und Beleuchtung eine besondere Atmosphäre zu versprühen.

Vom 06. April (Di.) bis 09. April (Fr.) war auf dem Campus der Sophia die Freshmanweek in vollem Gange. In dieser Zeit stellen sich die gesamten Universitätsclubs und -zirkel der Sophia mit kleinen Ständen und Schildern auf den Campus und präsentierten sich den neuen Studenten (Freshman). Denn wenn man schon als Neuling in die Uni kommt, sollte man auch einer Interessengruppe beitreten, viele Freunde machen und Vitamin B aufbauen. Einige der daraus resultierenden Bekanntschaften gehen sogar über den Abschluss hinaus.

Menschenmengen on mass. Auf dem Campus der Uni drängten sich Zirkel an Clubs und wieder an Zirkel. Die mobilen Einheiten liefen mit selbstgebastelten Schildern durch die Massen und drücken allen, welche für Frischlinge gehalten wurden, einen Flyer mit den wichtigsten Daten in die Hand. Ich hatte nach dem ersten Tag schon eine ganze Mappe zusammen.

Ich für meinen Teil wollte auch einem Zirkel beitreten, damit ich ein bisschen Sprachpraxis mit Japanern bekommen kann. In den engeren Kreis schafften es ein Männerchor (Glee-Club), ein Schwimmclub, ein Club für Werbung und Prospekte (sowas gab's auch) und der Comiczirkel der Uni. Einen Kochclub gab es leider nicht. Da die drei Clubs alle 5 bis 7 mal in der Woche Training hatten, und ich ja auch noch nebenbei studieren muss, entschied ich mich letztendlich für den Comiczirkel. Dieser hatte am 09. April ein Hanami unter den Bäumen neben der Uni geplant, wozu ich natürlich eingeladen wurde.
Neben mir war auch Nami, Susi, Liane, Marlene und Tina auf dem Campus dabei, welche ebenfalls nach einer passenden außeruniversitären Aktivität suchten oder einfach nur das bunte Treiben sehen wollten.

Am 09. April (Fr.) ging ich zusammen mit Susi, welche ebenfalls am Hanami des Comiczirkels teilnehmen wollte zur Uni. Wir sollten uns mit den anderen in der Hoffman-Hall (dort sind alle Räume der Clubs und Zirkel) treffen um dann gemeinsam zu den Kirschblüten zu gehen.
Es waren eine Menge an Leuten gekommen, sodass ich kaum Gelegenheit hatte mit allen zu reden. Das war aber nicht weiter schlimm, denn mit denen, die ich erwischt hatte, konnte ich ein paar nette Worte auf Japanisch austauschen. Die Gespräche über den neuesten Comic- und Videospiele-Tratsch machten Spaß und auch das gemeinsame Zeichnen war lustig. Hier wollte ich nun öfters hin.

Mit den drei Mädels hier habe ich am längsten zusammengesessen und ein bisschen geredet und gezeichnet. Alle drei sind schon länger im Zirkel. Das Mädel ganz rechts hat gemeint, ich sähe wie ein Videospielcharacter aus "Metal Gear Solid" namens Otacon (Bild) aus, und hat mich zum Cosplay genötigt. Ich hab' aber dankend abgelehnt.

Gegen halb sieben wurde zusammengepackt und man verabschiedete sich oder tauschte noch fix die Handynummern aus. Ich machte mich in der aufkommenden Rushhour auf den Nachhauseweg.


Nun bin ich in nem Zirkel... Soweit von mir.


Samstag, 27. März 2010

Besuchertage

Zu allererst möchte ich mich für die ungewohnte Verzögerung meines neuesten Eintrages entschuldigen. In den letzten Tagen kam einiges an Besuch in die ostasiatische Metropole und daher war ich sehr beschäftigt gewesen.

Zum einen war da der Rektor meiner Heimatuni (MLU) Herr Prof. Dr. Diepenbrock, welcher zusammen mit einem Professor der Japanologie (Prof. Dr. Oberländer) einige Universitäten Tokyos besuchte. Neben Keio, Toudai und Waseda stand auch die Sophia auf der "zu besuchen" Liste.
Zur Zeit des Gasshukus bekam ich eine Mail von Stefan, dass ich zusammen mit einigen anderen Sophia-Studenten aus Halle zu einem kleinen Pläuschchen in einem kleinen Caffee mit Rektor und Professor am 10. März (Mi.) eingeladen wurde.
Da man selten so eine Chance hat, ging ich natürlich hin. Als ich an dem vereinbarten Ort nahe des Sophia-Campus ankam, traf ich auch schon auf Nami, Ian und Stefan und Florian. Nach einer kleinen Weile Wartens kam auch pünktlich der Gastgeber zusammen mit Professor und Anne.
Wir betraten das Caffee, redeten über Uni, Japanologie und Pläne und nach einer knappen Stunde trennten sich auch wieder die Wege. Aber nicht, ohne vorher noch ein Erinnerungsfoto zu schießen:

Die Meute des Tages. Das Foto wurde vom Kellner mit der Kamera von Stefan geknipst.
Zwei Tage später war für den Rektor die Keio-Uni an der Reihe.

Am 17. März (Mi.) kamen meine Eltern zu Besuch nach Japan, um den Sohnemann auch mal wieder live und nicht nur durch das Fenster eines Chatprogramms zu sehen. Dabei haben sie auch die Gelegenheit genutzt, sich zusammen mit mir die Stadt anzuschauen, in der ich mich so "rumtreibe".
In den 10 Tagen, welche sie hier verbracht haben, war ein straffes Programm angesetzt, bei dem wir an einigen Tagen oftmals mehrere Stunden auf den Beinen waren.

Ein kleines Gruppenbild aus dem Hamarikyu-Garten. Im Hintergrund kann man die Rainbowbridge im Dunst erkennen.

Es wurde unter anderem Orte wie Ueno, Shinjuku, Shibuya, Harajuku, Asakusa, Akihabara Odaiba und sogar meine Universität besucht. Gegessen wurden japanische Dinge wie Yakisoba, Yakitori, Curry, Sushi und auch Donburimono. Jeden Tag im Detail zu beschreiben möchte ich an dieser Stelle mal nicht machen.

Am 23. März (Di.) holte ich Josi, welche für ein Jahr an der Waseda-Uni studieren wird, vom Flughafen ab. Am Flughafen traf ich auch auf den eigentlichen Abholservice der Waseda (Yui und Yuuichi), welche uns, als alle angekommen waren, mit einem Expresszugticket in der Hand nach Shinyuku schickten, wo uns dort "irgendwo" weitere Leute der Waseda empfangen und zum Endpunkt Wohnheim begeleiten sollten. Da der Bahnhof in Shinjuku einer der größten ist, haben wir sie natürlich nicht gefunden und mussten daher selbstständig nach Takadanobaba fahren.
Das lief auch alles glatt, und man kam sicher im Wohnheim für Wasedastudenten an. Nachdem die kleine Einführungstour für die Neulinge vorbei war, machte ich mich auf den Nachhauseweg. Am Bahnhof in Takadanobaba erwarteten mich schon eine Menge unzufriedener Gesichter und hektische Bahnbeamten, welche pausenlos Durchsagen machten.
Zwei von drei Bahnlinien, welche ich für den Nachhauseweg brauchte, haben ihren Betrieb aufgrund von Stromproblemen eingestellt. So wurde aus einem normalerweise 45 minütigen ein 2,5 Stunden langer Weg.

Am 26. März (Fr.) mussten meine Eltern wieder abreisen und es ging gegen halb 9 zum Flughafen. Als alles eingecheckt war und man sich verabschiedet hatte ging es für mich wieder nach Hause. Es war eine schöne Zeit.


Soweit von mir.


Mittwoch, 3. März 2010

Spontan zu den Sternen - Planetarium in Ikebukuro

Dieses Mal wird es sehr kurz. Doch nach dem Deutsch-Gasshuku auf Izu wird es dann wahrscheinlich wieder etwas mehr zu berichten geben.

Am 02. März (Di.) ging es Vormittags mit Leon zur Sophia-Universät, wo er ein Buch aus der Bibo ausleihen und ich etwas im Computerpool ausdrucken wollte. Mittagessen aus der Mensa gab es auch mal wieder seit langer Zeit.

Weil danach noch sehr viel Zeit vom Tag übrig war, sind wir spontan nach Ikebukuro ins Sunshine City gefahren, um uns eine Vorstellung des Planetariums, welches sich auf dem Dach befindet, anzusehen.


Das ist das Poster von dem Programm, welches wir uns angesehen haben. Grob zusammengefasst handelte "Stars" von dem Entstehen und Vergehen der Sterne, dem Sternenhimmel im Winter, sowie die Sterne in der Mythologie. Die beiden kleineren Poster werben für die zwei anderen Shows, welche aktuell im Winterprogramm des Planetariums gezeigt werden.

Da wir leider noch kein japanisches Astronomie-Fachvokabular im Unterricht gelernt hatten, haben wir von dem Gesagten zwar nur die Hälfte verstanden, aber das machte uns auch nichts weiter aus. Denn die Bilderflut machte alles wieder wett.
Im Planetarium saßen wir in bequem gepolsterten Sesseln. Die zurückklappbaren Rückenlehnen erleichterten sowohl den Blick zur halbrunden Decke, als auch den Schlaf unserer japanischen Sitznachbarn, welche schon tatsächlich nach einer Minute im halbdunkeln schnarchend eingenickt sind.
Da der Film an die gesamte Decke projiziert wurde, hatte man manchmal echt das Gefühl direkt im Sternennebel herumzufliegen. Kurzfristig hatte ich echt den Eindruck, der gesamte Saal würde rotieren...

Das eigentliche "Planetarium" ist ein Projektor und befindet sich in der Mitte des Saales. Er wirft den Sternenhimmel an die Deckenkuppel. Kurz vor der Show wird ein bisschen das Stadtpanorama an den imaginären Horizont projiziert.

Nach unserem Ausflug in ferne Weiten stillten wir unseren aufkommenden Zuckerappetit mit einem Erdbeer-Schoko-Sahne-Banane-Pudingcreme-Crepe (samt Eiskugel darin), und machten uns dann wieder auf den Nachhauseweg in dem allmählich aufkommenden Pendlerverkehr.

Da es noch zwei weitere Shows in diesem Planetarium gibt, werde ich wahrscheinlich noch einmal dort hingehen... Ein Besuch ist es auf jedem Fall wert.


Soweit von mir.


Donnerstag, 28. Januar 2010

Getestet - Abschlussprüfungen an der Sophia

Nun sind die Prüfungen vorbei..! Das lasse ich mal so stehen... Jetzt habe ich wieder Zeit für die anderen Dinge im Leben.

Am
Montag (25. Jan.) ist nichts Großartiges passiert. In den beiden Stunden hatten wir uns jeweils auf die kommenden Prüfungen vorbereitet. Es wurden auch noch ein paar Übungsblätter ausgeteilt und Ablaufpläne der Prüfungen verkündet und dann konnten wir auch schon wieder gehen. So konnten wir auch etwas früher mit Lernen anfangen.

Am
Dienstag (26. Jan.) gab's dann die erste Endjahresprüfung. An diesem Tag war es Grammatik und Lesen. Zusammengefasst mussten wir Ausdrücke in Sätze einfügen, Partikel einsetzen sowie einen Text lesen und Fragen dazu beantworten. Eine typische Prüfung halt. Eher untypisch war aber die Aktion unseres Lehrers vor dem Beginn des Tests. Er hat alle Teilnehmer des JLP270B Kurses aufgefordert sich für ein kleines "Klassenfoto" zusammenzufinden. Quasi als kleine Erinnerung. So gingen wir auch alle, nach kurzer Verwunderung, wie aufgefordert in den vorderen Bereich des Prüfungsraumes und ließen uns zusammen mit Noguchi-Sensei ablichten. Glücklicherweise hat Stefan schnell geschaltet, und seine Kamera auch gleich gezückt. Somit konnte ich von ihm diesen kleinen Schnappschuss bekommen.

Das ist der Kurs 270B des intensiv Japanese 2 Programms der Sophia-Uni. Ganz rechts steht unserer "Klassenlehrer" Noguchi-sensei, welcher die Idee mit dem Foto vorgeschlagen hatte. Seine markantesten Aussagen waren "Jikan ga nai; megasupiido de" ("keine Zeit; nun schnell machen") oder "Kurisutaru kureearu desu ne" ("ist doch kristallklar, oder?").

Nach circa. 2 Stunden grübeln war für mich der Terz vorbei und ich bin dann zusammen mit Nami, welche kurz vor mir mit dem Test fertig war, in die Mensa runtergegangen. Dort hab ich mir zur Feier des Tages ein kleines Steak mit süßem Senf auf Salat mit Reis und Zwiebelringen für 450 Yen gegönnt. Danach ging es wieder nach Hause, um für den bevorstehenden Kanjitest zu büffeln.

Am Nachmittag klopfte jedoch spontan ein netter Polizeibeamter an meine Zimmertür und bat mich um das Ausfüllen eines kleinen Formulars. Seit Weihnachten schneit nämlich ab und an mal die Polizei im Wohnheim vorbei und befragt nach und nach einige Bewohner des DK nach Namen, derzeitiger Adresse (Anm: die Befragung findet VOR dem Zimmer statt in welchem ich wohne...), den Geburtstag und anderen Daten zum Aufenthalt in Japan etc... Brav befolgte ich die Anweisungen und schrieb die geforderten Dinge auf das dünne Blatt Papier. Das war sozusagen meine zweite Befragung an diesem Tag, aber die musste halt sein.

Nach dieser kleinen Razzia ist aber nichts mehr weiter spannendes passiert, und ich konnte mich wieder dem Pauken für den nächsten Tag widmen.

Da ich relativ früh ins Bett gegangen bin, konnte ich den
Mittwoch relativ ausgeschlafen beginnen. Doch je näher ich der Uni kam, desto träger wurde ich und wollte am liebsten wieder heimkehren. Leider siegte der kleine Engel über den Teufel auf meiner Schulter, und ich setzte mich in den Prüfungsraum. Gleiche Zeit und selber Sitzplatz wie am Vortag.

Als unsere Kanjilehrerin Komine-Sensei ankam, fragte ich sie kurzerhand nach einem kleinen Klassenfoto zur Erinnerung. Sie sagte zu, und ich konnte meine Sammlung mit Klassenfotos erweitern. Unglücklicherweise hatte Stefan dieses Mal seine Kamera nicht dabei gehabt, und ich musste daher mein Handy verwenden. Daher ist die Qualität auch nicht allzu sehr berauschend.

Selber Kurs - andere Lehrerin. Komine-sensei gestaltete ihren Unterricht immer wieder mir lustigen Beispielen für verschiedene Kanji. Sie band uns auch immer in einige ihrer Erklärungen mit ein. Wir waren ihre letzte Klasse vor ihrem Ruhestand.

Im Test begegneten uns die diversesten Aufgabentypen, um auch die kleinsten Details im Bezug auf Lesungen, Schreibungen und Kombinationen von Kanji herauszufinden. Nach 2 Stunden und 7 Seiten war auch diese Hürde überstanden.
Da unsere Kanjilehrerin nach unserem Kurs in Rente ging, habe ich mich noch einmal bei ihr für den schönen und lustigen Unterricht bedankt und habe auch (wie die anderen im Kurs) noch ein kleines Geschenk (Kalender) und einen Brief bekommen. War schon schön...

Danach ging ich mit Nami, Marlene und Christian in die Mensa, um sich die vom Denken geleerten Bäuche wieder zu füllen. Anschliessend machten wir uns auf den Nachhauseweg, damit wir uns für den letzten Tag des Prüfungsmarathons vorbereiten konnten.

Als Nami am Morgen des
27. Januar (Do.) mit ihrem Glücksring kurz an einer Schuhfachtür hängen blieb, scherzten wir darüber noch auf dem Weg zum Bahnhof mit ironischen Kommentaren , dass dies wahrscheinlich ein böses Omen war. Wie recht wir erst damit hatten, merken wir, als wir am Aufgang zum Bahnhof eine unglaubliche Masse an Leuten sahen, welche ungeduldig auf etwas zu warten schienen. Schnell kamen uns Erinnerungen von den Bahn- und Unterrichtsausfällen aufgrund des Taifun vom 08. Oktober und wir bangten um unsere pünktliche Ankunft zur Prüfung. Wir kämpften uns bis zu den Bahnhofschranken vor uns stellten uns mit den Massen an. Glücklicherweise begann sich kurze Zeit später das Problem zu lösen, und wir konnten unsere Bahn doch noch erwischen.

Viele genervte Gesichter blickten in Richtung der versperrten Bahnhofschranken am Bahnhof in Nishi-Kawaguchi. Kurze Zeit nach dem Foto wurden wieder nach und nach einige Leute hereingelassen.

Als unsere Bahn in Akabane einfuhr, entschied ich mich spontanerweise die Route über Shinjuku zu nehmen. Liane, Marlene und Nami blieben in der Keihin-Tojoku-Linie und entschieden sich über Akihabara zu fahren. Ich machte also einen Solotrip.
Da ich also allein unterwegs war, und somit auch recht flexibel unterwegs sein konnte, habe ich sogar einen Sitzplatz zwischen zwei Japanern in der Saikyo-Linie ergattern können. Plötzlich begann mich jedoch einer meiner japanischen Sitznachbarn mit einem "Guten Tag" anzusprechen. Das ließ mich schon etwas stutzen.
Es stellte sich in dem darauffolgenden Gespräch heraus, dass der nette Herr schon drei Mal in Deutschland war (Frankfurt, München und Neuschwanstein) und dort auch schon etwas Deutsch gelernt hatte. Dass er mich zielgenau als Deutschen einordnen konnte, verdankte ich der regelmäßigen Nutzung der Saikyo-Linie zusammen mit Liane, Nami und Marlene. Er hatte uns dadurch öfters gesehen und auch unsere Gespräche mitbekommen. Da ich dieses Mal alleine war, traute er sich mich einmal anzusprechen.
Somit redeten wir die ganze Strecke von Akabane bis Shinjuku über seine Rundreisen in Europa und über mein Japanischstudium an der Sophia. Eine nette Gelegenheit mal das Japanisch auszutesten.

In der Uni begannen wir den Tag mit einer halbstündigen Hörverständnisübung, gefolgt von einem zweistündigen Aufsatzschreiben mit eingebundenem Interview. Unser Thema des Aufsatzes konnten wir aus drei Vorgaben wählen. Für das mündliche Interview mussten wir zuerst über ein selbst erlebtes Ereignis in Japan reden (hab die Begegnung am Morgen genommen), sowie über "Wahlfleischessen: Ja oder Nein?" diskutieren.

Als die Prüfung vorbei war, entschied sich ein Teil des Kurses (11 Leute) Essen zu gehen. Nach kurzem Herumrätseln entschieden wir uns für ein koreanisches Restaurant in der Nähe des Campus.

Koreanisches Essen besteht meines Empfindens nach zu 70 Prozent aus scharf eingelegtem Kohl (kimchi; im rechten Bild ganz vorne). Den Rest konnte ich nicht identifizieren. Es war mal eine interessante Abwechslung etwas (fast) nicht-japanisches zu essen. Die Nudeln waren nämlich noch japanischen Ursprungs. Glücklicherweise bekamen wir kostenlos Tee nachgeschenkt, um das brennende Prickeln auf der Zunge zu bändigen.

Nachdem wir uns also zur Feier des Tages die Bäuche mit scharfem Zeug voll gehauen haben, ging es wieder nach Hause, wo ich nun meinen Blog schreibe... So weit - so gut.

Am Abend gab es noch eine kleine Abschiedsparty von einigen Leuten, welche in den kommenden Tagen wieder heimkehren müssen. Als ich herumgefragt habe, wer denn nun alles seine Koffer gepackt hat, musste ich feststellen, dass sich fast das halbe Wohnheim verabschiedet. Darunter waren auch einige Leute, mit denen ich auch schon das ein oder andere erlebt habe. Da kommen auch schon ein paar Gedanken über die eigene Abreise... Aber die ist noch etwas hin.

Ich weiß noch nicht, was mich alles im ersten Monat meiner Ferien erwartet. Wahrscheinlich werde ich noch einige Orte in Tokyo und Umgebung bereisen, dazumal ich nun auch einen Reiseführer habe, welchen ich mir damals im Rathaus mitgenommen habe.

Soweit mal wieder von mir.


Wer gerne möchte, der kann auch mal ein paar Kommentare dalassen.


Montag, 2. November 2009

Ein (Feier-)Tag an der Sophia

Am Montag dem 2. November war der zweite Tag des dreitägigen Herbstfestes auf dem Yotsuya-Campus der Sophia. Und da ich schon ein Student dieser Uni bin, sollte ich auch mal an mindestens einem der Festtage dabei sein.

Ich bin also mit Liane gegen 09:15 Uhr auf dem Unigelände aufgeschlagen und war etwas zu früh dran. Wir wollten uns gegen 10:00 mit einigen Mitgliedern des Haribo-Zirkels treffen (Deutsch-Japanischer-Austausch). Bis es soweit war, liefen wir noch etwas durch die Uni und schauten den Studenten beim Aufbau ihrer Imbissbuden zu.


Die zwei größten Straßen auf dem Campus haben die Form eines Kreuzes (christliche Uni halt). Und auf dem Schnittpunkt dieser Straße stehe ich mit Liane und filme die Ruhe vor dem Sturm. Ton aus, wer keine Kommentare hören will. Übrigens ist es keine "zweite Kreuzung", sondern die "zweite Abzweigung". Kleiner Versprecher.

Pünktlich haben wir uns dann am Haupteingang mit Aoi und Ruri getroffen und sind dann erst einmal zur Hauptbühne gegangen. Die erste Aufführung gehörte dem „Kunstclub“, dessen abstrus maskierte Mitglieder mit wildem Kopf- und Körpergeschüttel zu Heavy Metal Musik weiße Leinwände schwarz anmalten. Kunst halt. Danach kam ein Zirkel, welcher seinen Liedtext in Zeichensprache übersetzte. Das Letzte was wir auf der Hauptbühne angesehen haben war ein Lied von einem ein Jazzzirkel.

Übrigens bestand die "Meute des Tages" dieses Mal aus Ruri, Liane und Aoi (v.l.n.r.).


Das Programm der Hauptbühne lag auf dem Campus aus. Wie man unschwer erkennen kann, war der Kunstclub (oder Club der schönen Künste) am zweiten Tag als erster dran. Leider kann man auf dem Bild nichts von deren rumgezappel erkennen.

Nachdem ich mir eine Frankfurter sowie eine Mochi Waffel genehmigt habe, verzogen wir uns aufgrund der frischen 17°C in eines der Gebäude. Innerhalb der Gebäude waren die anderen Zirkel und Clubs und hielten diverse Veranstaltungen ab, oder bauten Ausstellungen auf.

Wir besuchten beispielsweise die Ausstellung des schon oben erwähnten Kunstclubs, die genauso abstrus wie seine Aufführung auf der Hauptbühne war. Es gab auch eine Ausstellung über Eier und eine kleine Videovorführung des Videoclubs. Schon wieder „Kunst“…

Etwas längere Zeit blieben wir bei dem Musikclubs für brasilianische Musik, für Swing Jazz und Gospel. Die letzten beiden haben wir auf Bitten von Aoi besucht, da einige ihrer Freundinnen dort mitmachten. Folgend ein paar Eindrücke...

Swing Jazz is ne tolle Erfindung. Hier ist das "Sophia University Swing Jazz Orchestra" zu sehen und zu hören.




Eine sehr euphorische Truppe diese "Safro Family". Gospel macht viel Laune und schafft eine Superstimmung. Wie die auf der Bühne abgehen können. Für meinen Geschmack wiederholt sich der Text zu oft in einem Lied. "And higher, and higher...".

Nachdem wir dem Gospel gelauscht haben, mussten sich auch unsere Wege gegen 13:00 Uhr wieder trennen. Ruri und Aoi gingen arbeiten, Liane machte sich noch auf den Weg zum Fest der Reitaku-Uni. Ich fuhr nach Hause.


Soweit von mir.


Nebenbei bemerkt habe ich am folgenden Tag geplant auch zur Reitaku-Uni zu gehen. Somit habe ich dann innerhalb von einem Monat die Herbstfeste von drei unterschiedlichen japanischen Universitäten besucht.



Freitag, 25. September 2009

Orientation, Placement und Welcome Party - Papierkrieg

Am Donnerstag den 24. September begann für uns der erste offizielle Gang zur Universität. Aber da der richtige Unterricht erst am 1. Oktober startet, mussten wir vorläufig nur zu der Einführungsveranstaltung kurz: Orientation.

Da wir (Liane, Nami und Ich) aber etwas früher da waren, durchstreiften wir noch den Campus und besichtigten die Orte, welche wir damals mit Stefan nur im verschlossenen Zustand erlebt haben. Wir haben den Shop der Universität gesehen, in dem es, angefangen bei Büchern über Schreibkram, Klamotten und Snacks alles gab, was das Studentenherz begehrt. Wir besuchten die Mensa und genossen die (für japanische Verhältnisse) günstigen Nudelsuppen. Außerdem gingen wir in das Overseas Liaison Center und übergaben unsere kleinen Mitbringsel aus Deutschland (Haribo und Hallorenkugeln). Dies sollte eine kleine Geste dafür sein, dass wir quasi „auf gute Zusammenarbeit“ aus sind und in „friedlicher Absicht“ kommen. Das Liaison Center ist sozusagen unsere erste Anlaufstelle in fast allen Dingen und Fragen.

Gegen 14:00 Uhr begann nun die zweistündige Orientation, in der uns etwas über die Uni, die Fakultät, die wichtigsten Büros und Orte, sowie über den katholischen Dienst und dem GL.Net (treffen von Studenten aus dem In-und Ausland an der Sophia) gesagt wurde. Auch über die wichtigsten Termine und Anmeldeprozeduren wurde berichtet.

Überladen mit Informationen in Papierform, welche wir alle in einen Beutel mit Sophia-Motiv stopften, wurden dann alle noch in Dreier- und Vierergruppen zu den Monitorstudenten zugewiesen, welche uns helfen sollten uns auf den Campus, und in einigen anderen Dingen zurechtzufinden. Ich kam zusammen mit Liane und einer Spanierin an eine Studentin namens Sayuri. Nami bekam einen anderen Monitor zugeteilt. Sie kam dann aber nach 5 Minuten zu uns, weil sich ihre Gruppe schon voneinander getrennt hat. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten entschieden wir uns am nahegelegenen Bahnhof das Monatsticket für die Bahn zu holen. Mit dieser Karte kann man seinen täglichen Pendelweg vom Wohnheim zur Uni und zurück für 6 Monate vergünstigt nutzen. So oft man will. Da wir nun unseren Studentenausweis hatten, war dies kein Problem mehr. Nach einer kurzen Weile waren Nami und ich stolze Besitzer einer Monatskarte und fuhren, nachdem wir uns von Sayuri verabschiedet haben, zusammen mit Liane wieder zum Wohnheim. Da lernten wir noch etwas für den Placementtest am 25. September, welcher darüber entscheiden sollte, welche Kurse wir besuchen dürfen (für mich: Japanisch Intensiv 1,2 oder 3).

Nach einer (für mich) zu kurzen Nacht von 6 Stunden ging es wieder Richtung Campus. Wir machten uns auch etwas früher los, damit wir nicht zu spät kommen, wenn sich jemand ausgerechnet an diesem Tag vor die Gleise werfen sollte. Ist aber nichts passiert. Jedoch kamen wir zum ersten Mal in die berüchtigte Rushhour in Tokyo. Diese ist ihren eigenen Bericht wert und soll hier später berichtet werden.

Wir drei vor dem Test. Die Palette an Emotione reichte von Gelassenheit bis zu Verzweifelung und Panik.

Etwas zerknittert kamen wir also in der Uni an, und warteten auf den Beginn des Tests um 10:00 Uhr. Es wurde geschrieben, wie bestimmte Schriftzeichen gelesen werden. Die richtige Grammatik musste gefunden und angewendet werden. Und es musste ein japanischer Text jeweils gelesen und geschrieben werden. Alles mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Nach zweieinhalb Stunden konnte auch ich den Prüfungsraum verlassen und warte zusammen mit Li(ane) und Nami auf die Welcome Party für die Studenten aus dem Ausland.




Leider sind dies die einzigen Bilder des Abends, da meine Kameraakkus verhungert waren. Nun laden sie in der Steckdose, um solche Fauxpas nicht noch mal zu machen.

Diese begann 14:30 Uhr und es wurde viel gequasselt und gegessen (war kostenlos). Drei Leute aus dem Karateclub sind ein bisschen herumgehüpft und haben ihr Können zur Schau gestellt und es wurde ein Spiel gespielt, bei dem man sein Gegenüber dazu bringen musste ein bestimmtes Wort zu sagen, was man am Beginn der Feier bekommen hat. Hat man es geschafft, so musste er sich wie bei einer Polonaise hinter einen selbst einreihen. So wurden lange Schlangen gebildet.

Ich habe auch Sayuri und weitere Japaner getroffen, mit denen ich auf Englisch, Japanisch und sogar auf Deutsch reden konnte. Viele Namen sind mir aber entfallen und Fotos konnte ich leider auch nicht mehr machen, da nach 2 Aufnahmen meine Akkus alle waren, und auch Namis Kamera nicht mehr lebte.

Nach zweieinhalb Stunden war die Party vorbei und mit einigen Bekanntschaften mehr ging es wieder gen Saitama.

Soweit von mir.

Sonntag, 20. September 2009

Sonntags in der Uni

Etwas besser genächtig habe ich mich heute am 20. September aus dem Bett erhoben und zusammen mit Nami in der Wohnheimküche mein Frühstück gemümmelt und Fernsehen geschaut. Danach ging es zusammen mit Liane und Stefan die Gegend erkunden. Obwohl die Gegend um den Bahnhof nur so vor Spielhallen und Hostessenclubs strotzt, ist es in der Wohngegend recht wohnlich und ruhig. Leider hab ich die Kamera nicht dabei gehabt, und konnte so nicht den Supermarkt, die Post und die Golfanlage fotografieren, welche wir auf dem Weg gesehen haben.
Nachdem wir den Supermarkt unsicher gemacht haben, wollten wir uns von Stefan den Campus der Sophia-Uni zeigen lassen. Dazu sind wir nach einem kleinen Abstecher ins Wohnheim, bei dem ich auch meine Kamera geholt habe zum Bahnhof in Nishi-Kawaguchi gelaufen. Nebenbei hab ich auch ein paar Impressionen eingefangen.
Man sieht die Gr
undschule, in der auch Sonntags die Kinder herumwuseln, die unzähligen Spielplätze und die "belebtere" Bahnhofsgegend.

Als wir dann mit der Bahn nach Yotsuya gefahren sind und den dortigen Bahnhof verlassen hatten, sahen wir gleich die Universität, welche für die kommenden Monate unser Ort des Wissenserwerbs sein wird: Die Sophia-Universität. Das Gebäude ist aber mit dem japanischen Namen der Uni beschriftet: Jōchi Daigaku. Auf dem campus zeigte uns Stefan die einzelnen Gebäude und stellte uns die wichtigsten Plätze vor, mit denen wir es zukünftig zu tun haben werden. Wir sahen unter Anderen die Bibliothek von Außen und die Mensa mit schönem Ausblick.










Nach einer kleinen Spritztour in der Umgebung und einem Mittagessen (Ramen) fuhren wir nach Ochanomizu. Dort gibt es aufgrund einer nahegelegenen Musikschule viele Instrumentengeschäfte, in denen Nami nach einer günstigen Gitarre Ausschau gehalten hat.

Noch ohne Gitarre, aber mit schweren Füßen ging es jedoch wieder zurück...


Nun noch eine kleine Sache im Bezug auf meine Einträge: Künftig werden nun Sammeleinträge geschrieben in denen ich mehrere Tage zusammenfassen werde. Das mache ich daher, weil ich für einen Einstufungstest am kommenden Freitag lernen muss, und somit weniger Zeit haben werde etwas zu tippen. Auch an den Unitagen werde ich mehr lernen müssen.
Dennoch werde ich mir weiterhin Mühe geben etwas über meine Erlebnisse zu berichten. Wenn nun auch nicht mehr täglich...


Soweit von mir.