Samstag, 22. August 2009

Auf ein Neues!

Es ist nun eine ganze Weile still in diesem Blog gewesen. Seit ich hier meinen letzten Post geschrieben habe sind nun mittlerweile 5 Monate vergangen. Damals war ich nur für einen Monat in Japan (speziell in Tokyo). Ich habe einige Stadtteile gesehen und konnte mir ein Bild von der Geschäftigkeit der Stadt machen. Wie Touristen wurden wir zu den wichtigsten Sehenswürdikeiten geführt und haben an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Außerdem haben wir eine Menge netter Leute getroffen, die uns auf unseren Ausflügen begleitet haben und zu denen noch Kontakte bestehen.

Nun steht für mich ein neuer Aufenthalt in Japan an. Nicht für einen, sondern für zehn Monate. Der Grund meines Aufenthaltes ist diese Mal ein Studium über zwei Semester an der Sophia-Universität in Tokyo. Dort werde ich größtenteils meine japanischen Sprachfähigkeiten in den dort angebotenen Kursen ausbauen und ein mehr oder weniger normales Studentenleben leben. Zumindest was man im Rahmen eines Auslandsstudiums in Japan als "normal" bezeichen kann. Übrigens bin ich nicht der einzige Japanologiestudent, welcher in Japan ist. Viele Kommilitonen der MLU in Halle sind auch aus den verschiedensten Gründen dort. Sei es Studium, Praktikum, Arbeit oder Urlaub. Einige werde ich hoffentlich auch treffen können.

Auch das Leben außerhalb der Uni wird wahrscheinlich alltäglicher als das letzte Mal sein. Wohnen werde ich wieder in einem Wohnheim, in dem auch ein paar andere hallenser Studenten wohnen. Es heißt DK House Warabi und liegt nördlich von Tokyo. Mein Zimmer ist ungefähr 13m² groß und soweit ich das beurteilen kann, gibt es keine eigene Dusche. Naja... man kann sich an alles gewöhnen.

Ich hoffe, dass ich in dieser Zeit viel erleben kann. Und sobald ich neben dem Studium etwas Zeit finden sollte, werde ich auch den Blog mit diesen Erlebnissen füttern. Zwar nicht mehr täglich, aber ich hoffe regelmäßig. Das Visum ist beantragt und das Flugticket ist gebucht. Bald kann's losgehen! Und als Einstimmung gibt es ein paar Videos aus dem Land, welches bald einen weiteren Hallenser beinhalten wird.

Soweit von mir.





Übrigens...

Ankunftszeit in Japan wird vorraussichtlich am 18. September um 18:00 Uhr sein. Im Wohnheim angekommen wird es dann schon gegen 21:00~22:00 Uhr sein. Wenn es die Internetverbindung in dem Wohnheim und die eigene Kondition erlaubt, werde ich einen kleinen "Ich-bin-da-Eintrag" schreiben, damit sich keiner Sorgen macht, dass die Fluglinie auf dem Hinflug etwas verbockt haben sollte.

...Was sie natürlich nicht machen wird.

Samstag, 14. März 2009

Der Heimflug...

(Freitag der 13.)

Nach vier Stunden Schlaf musste ich gegen 6:00 Uhr wieder aufstehen. Der Koffer war bis auf ein paar Kleinigkeiten gepackt, und ich war startklar.

Gegen 7:30 haben wir uns getroffen, und haben die Koffer (zwecks Übergewicht) gewogen. Da ich auch schon auf der Hinreise schon voll ausgelastet war, musste ich noch bei Shu etwas unterbringen. Im Endeffekt hat diese Aktion nichts gebracht, da unsere Koffer am Flughafen zusammen gewogen wurden.

Halb Neun trafen wir uns dann am Bahnhof in Hyoshi mit Rio und machten uns auf den Weg nach Yokohama. Da wir mitten in der Stoßzeit zum Flughafen mussten, entschieden wir uns für die bequemere Methode (Bus), anstatt in überfüllten Zügen zum Flughafen zu fahren.

Am Busbahnhof und Flughafen haben wir noch ein paar bekannte Gesichter getroffen, welche uns verabschieden wollten. Shinobu, Keishiro, Shunsuke und Masaya begeneten wir am Busbahnhof. Am Flughafen waren noch Sayaka (Homestay) und Gennai dazugekommen. So fiel uns der Abschied noch etwas schwerer. Nachdem wir noch ein letztes Mal zusammen Mittag gegessen haben, ging es auch schon zur Kontrolle und dann ab in den Flieger. Die Japaner werden uns fehlen.

Der Rückflug war gefühlt etwas kürzer. Das lag auch wahrscheinlich daran, dass wir dieses Mal keine fünf Stunden am Flughafen in München warten mussten. Vollkommen erschöft und auch erkältet sind wir in den letzten Flieger nach Halle gestiegen. Dort haben ich den Start und den Flug verschlafen, was für mich eine Seltenheit ist.

In Halle angekommen trennten sich unsere Wege, und jeder von uns machte sich wieder zu seinem alten "zu Hause" auf.

Das war's. Der letzte Tag.

(Donnerstag 12. Februar)

Den letzten Tag verbrachten wir - trotz Sonnenschein - größtenteils karaokesingend in einer Karaokebar in Yokohama. Die lag zwar etwas abgelegen von der großen Hauptstraße und war dementsprechen nicht sooo modern eingerichtet. Dennoch hatten wir eine Menge Spaß beim Singen und Versingen.

Mit dabei war - neben Momoko, Maki, Toru und den obligatorischen vier Deutschen - auch ein neues Gesicht: Keiko. Sie studiert gerade in Deutschland, und ist sozusagen auf "Kurzurlaub" in Japan. Dementsprechen konnte sie auch sehr gut auf deutsch Sprechen

Neben dem Karaoke ging es wieder in ein Game-Center in dem wir uns wieder in einem der unendlich viele Purikura-Automaten ablichten ließen. Auch ein kleines Spielchen an einer der Automaten liessen wir uns nicht entgehen.

Mit heißeren Stimmen machten wir uns in Richtung Shibuya auf. Shu wollte zusammen mit Nami zum tokyoter Bahnhof fahren, um dort einen Beutel abzuholen, den sie nach dem Gasshuku im Zug liegengelassen hat. Nur war der Bahnhof so riesig, dass er zwei von den sogenannten "Missing Points" besaß. Shu und Nami liefen natürlich zu dem anderen und mussten sich dann umständlich zum anderen durchfragen. Die Bahnhöfe haben ja auch ein riesiges Ausmaß in Japan.

Während Nami und Shu im tokyoter Bahnhof herumirrten, war ich mit Annika ein letztes Mal nach Shibuya gefahren. Dort wollte ich in einem internationalen Book Off (Second Hand Laden für Bücher, DVDs und Spiele) das Buch verkaufen, welches ich zur Vorbereitung für den TOEFL Test gekauft habe und es nun nicht mehr brauchte.
Nun eine WARNUNG an alle, die auch etwas in einem Book Off verkaufen wollen: MACHT ES NICHT!!! Das Buch kostete im Laden 4400 Yen. Als ich das Buch verscherbelt habe, bekam ich 30 Yen und einen Gutschein über 50 Yen! Es lohnt sich nicht!
Ansonsten ist der Laden recht gut für einen Einkauf geeignet. Die meisten Sachen kosten dort durchschnittlich 2000 bis 3000 Yen weniger. Wenn man nun eins und eins zusammenzählt, kann man sich deren Reibach vorstellen.

Leicht gefrustet aßen wir noch ein Crepe in der Takeshita Dori und machten uns dann nach Hause zum Kofferpacken und Verabschieden.